Gedanken einer Mutter
Es ist nicht leicht selbstbewusst aufzutreten und darüber zu erzählen, wenn man auf einmal plötzlich betroffen ist, ein schwerkrankes und behindertes Kind zu bekommen…

Viel schwieriger ist es allerdings noch, wenn die Freunde sich zurückziehen, wenn die Familie nicht zu einem steht, und man das Gefühl hat, man würde nur noch mit allem alleine da stehen!

Plötzlich ändert sich das ganze Leben. Die Sorgen sind sehr groß sowie der Druck von allen Seiten. Alles muss organisiert werden. Die Anwesenheit der Krankenschwester im Hause benötigt auch eine große Umstellung.

Viele Dinge müssen anders als es geplant war neu überlegt werden… Das Kinderzimmer wird ein „Krankenhaus- und Therapiezimmer“, das Esszimmer verwandelt sich in ein Kinderzimmer, die Küche wird zum „Schwesternzimmer“…

So muss man sich erstmal an alles gewöhnen… Aber auch das geht!
Womit ich aber gar nicht klar komme ist, warum verliert man dadurch seine Freunde?
Ist es Unsicherheit oder Angst? Wenn ja, wovor? Fragen über Fragen…

Ich kenne es so, dass man gerade in schweren Zeiten seine Freunde erkennt!
Damit muss ich wiederum feststellen, dass es wohl nicht viele Freunde gab, dies ist sehr traurig und schmerzhaft, aber dadurch lernt man auch wieder!

Zum Glück schließen sich neue Kontakte und dies ist schön!

Ich freue mich über jedes nette Wort, über ehrliches Interesse und nicht über Neugierde bzw. diejenigen, die sich freuen, etwas Neues zu haben, worüber die weiter plaudern können!

An dieser Stelle ein Danke an diejenigen, die uns so annehmen wie wir sind, und die Freude an Noémie haben und es zeigen!
Es tut wirklich gut und gibt Kraft nicht aufzugeben!