Meine Hilfsmittel

Um etwas Erleichterung im Alltag zu bringen, besitze ich verschiedene Hilfsmittel: bet1t.jpg

Mein Kinderpflegebett (Timmy)

Da ich immer größer und schwerer werde, und Mama große Schmerzen durch ihren Bandscheibenvorfall hat, habe ich jetzt ein großes Bett, das man in der Höhe verstellen kann, und wo sich  jeder zum Kuscheln zu mir reinlegen kann! Das ist richtig schön!

Mein Reha-Buggy (Kimba Spring)

buggy.jpgDa ich nicht richtig sitzen kann, ist dieser Buggy ganz praktisch, weil ich so auch im Liegen transportiert werden kann. Dieser Buggy hat sogar die Zulassung um mich mit dem Auto transportieren zu können...

Mein Therapie-Stuhl (Ole)stuhl.jpg

Auch dieser Stuhl bietet mir die Möglichkeit an nötiger Stütze um mir mehr Halt geben zu können bzw. um mich auch mehr nach hinten kippen zu können, wenn mein Kopf zu schwer wird!

Neben diesen Hilfsmitteln aus dem Sanitätshaus gibt es verschiedene praktische Helfer, die Mama mit verschiedener Unterstützung für mich gebastelt hat.

Hier ein paar Beispiele:

Der kleine Raum

In Sitzungen der Seh-Frühförderung wurde ein "kleiner Raum" (the little Room nach Lilli Nielsen) mitgebracht.

Frau Lilli Nielsen ist Pädagogin und Psychologin und hat verschiedene Hilfmittel entwickelt. Sie arbeitet seit mehreren Jahrzehnten mit behinderten Kindern.

Anhand von Beobachtungen bei nichtbehinderten Kindern fand Frau Nielsen heraus, dass Säuglinge und kleine Kinder durch das Handeln lernen, also aktives Lernen ausüben. Die Kinder bewegen sich und setzen all ihre Sinne ein.

Wichtige Voraussetzungen des Kindes für seine Lernschritte sind Kopfkontrolle / sitzen / stehen / laufen / Raumbeziehungen entwickeln / Objektkonzepte und Selbstidentität erkennen / essen und sprechen / konstruktiv spielen / Kontakt zu anderen aufnehmen.

Somit ist das Lernen für ein Kind erst möglich, wenn es: 

  • die Möglichkeit hat von seiner eigenen Entwicklung aus zu lernen
  • auf verschiedene Arten die Ausführung einer Aktivität beobachten, erfahren und erforschen kann
  • genügend Zeit zum Experimentieren hat, Abläufe so oft zu wiederholen, damit sie gespeichert werden können
  • die Gelegenheit hat, seine Entwicklung in verschiedenen Lernbereichen zu durchlaufen
  • seine gemachten Erfahrungen und seine Interessen mit jemandem teilen kann 
     
    "little room"
    Frau Nielsen beobachtete weiter, dass sich jedes Kind kleine Räume schafft, in welchen es sich geborgen fühlt, sich mit etwas beschäftigen kann und sich in seine Welt zurückziehen kann. (Kinder bauen Höhlen, Zelte...). Diese Erfahrungen von Raum, Abgrenzung und Selbstidentität erwirbt sich jedes Kind über Jahre.

Behinderte Kinder müssen unterstützt werden, damit sie ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

Kindern, die sich nicht selbst über ihre Bewegungen (Bsp. mehrfachbehinderte Kinder) oder ihre Sinne (Bsp. blinde Kinder) solche Räume schaffen können, werden "little rooms" angeboten.

Die "kleinen Räume" werden mit verschiedenen Materialien, die an der Decke hängen oder an den Wänden befestigt sind, bestückt. Die Gegenstände entsprechen dem Entwicklungsstand des jeweiligen Kindes: Es können klingende Sachen sein, essbare Dinge oder ganz unterschiedliche Materialien. kleiner_raum.jpg

Untersuchungen haben gezeigt, dass sich geburtsblinde Kinder in solchen little rooms viel aktiver verhalten. Diese taktilen, auditiven, kinästhetischen Aktivitäten und Spielabläufe halfen den Kindern ihre räumliche Orientierung zu erlangen. Der kleine Raum schirmte auch Außengeräusche gut genug ab, damit die Kinder die gegenstandsbezogene Geräusche erlernen konnten.

Noémie reagiert wirklich sehr gut und freut sich, wenn man sich mit ihr im kleinen Raum beschäfftigt...

Nun haben wir ein paar Wochen damit rumprobieren können, und dann wurde es an der Blindenschule wieder benötigt, so dass wir es leider wieder abgeben mussten...

Da so ein Teil sehr teuer ist (wie leider alles in der Förderung), haben wir zugesehen, dass wir selbst etwas ähnliches basteln...
An dieser Stelle herzlichen Dank an meinem Kollegen Heinz Lübke, der sich angeboten hat, die Holzteile anzufertigen, so dass wir sie nur noch aneinander schrauben und das Ganze mit klingenden Materialien und Dingen, die sich unterschiedlich anfühlen, sinnvoll gestalten müssten. Gar nicht so einfach, aber soetwas macht Spaß, wenn man nur mehr Zeit hätte!!!

Hier kann man das Originalteil sehen und für teuer Geld bestellen. Zur Homepage